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Peter Weihs

Peter Weihs, 1940 geboren in Mödling/NÖ. Studium an der Akademie für angewandte Kunst Wien (Keramik und figurative Plastik), Mkl. Keramik, Prof. Leinfellner. 1961 Diplom und Preis der Stadt Wien. Mehrmals Aufträge der Stadt Wien für Kunst am Bau, Skulpturen und künstlerische Fassadengestaltung.
1972–1991 Professor für Keramik an der Academie des Beaux-Arts in Kinshasa/Zaire.
Erst die schwierige politische und wirtschaftliche Situation im Kongo, Unruhen, Kriegswirren und die Gefährdung auch im Umfeld der Académie macht Arbeit und Kunst in Kinshasa unmöglich und bewegen ihn, nach 20 Jahren Lehrtätigkeit zur Rückkehr. 
1997 Gastprofessur an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.
Es folgen Arbeitsaufenthalte in Senegal, an der Elfenbeinküste und in Mexiko.
Beteiligung an Symposien in Österreich, Ungarn, Kroatien und Serbien.

Der Künstler schrieb in seinem Malbuch dem lieben Fraeunden in "KIN la BELLE" gewidmet:

Während  meines 4 wöchigen Aufenthaltes Juni 1999 in Kinshasa, in der Hauptstadt der Republique Democratique du Congo, habe ich meine schon lange anhaltende Gewohnheit, nämlich am Morgen, beim Frühstück zu zeichnen beibehalten. Ich betrachte diese Beschäftigung als gute Fingerübung, als
Lockerung und guten Tagesbeginn. Nach dieser kreativen Finger-Kopfgymnastik  habe ich meine Bekannten und Freunde besucht. Ich hatte auch den Auftrag, Bilder der Stilrichtung „Peinture Populaire“ zu sammeln.
Diese Suche und Besuche brachten mich wieder in sehr viele verschiedene Bezirke dieser Stadt wie: NDJILI, MASINA, LEMBA, LIMETE, BARUMBU, KALAM, GOMBE, LINGWALA, KINTAMBO, BANDALUNGWA, NGIRI-NGIRI, NGALIEMA, MAKALA, BINZA usw.-, alles einst vertraute Bezirke, Plätze, Strassen, Häuser, Geschäfte, Märkte, Bars und Cafés, wo überall Freunde und Bekannte gewohnt oder gearbeitet hatten. Manche waren umgezogen oder gestorben. Aber viele noch abwartend ausharrend, hoffend auf eine Verbesserung ihrer fast aussichtlosen Situation, Dieser veränderte Zustand und die Atmosphäre der mir so vertraut gewesenen bekannten Orte nach 9 Jahren Abwesenheit, stimmten traurig und waren zum Teil schmerzhaft und hatten nur wenig mit meiner Erinnerung
gemeinsam. Ein Staat, eine Stadt, sich auflösend, zerfallend wie ein ungebranntes Tongefäß bei Wasserwirkung.
Umso mehr bewundere ich meine Freunde um den Glauben an die Zukunft und die Kraft, durchzuhalten. Trotz des
Überlebenskampfes war die Freude und Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wurde, echt und freundschaftlich.
In der Hoffnung auf eine Veränderung der momentanen schwierigen Lage wünsche ich, dass Gute und Wertvolle dieser
Gesellschaft wieder Bedeutung erlangt, dass die Stadt wieder so lebendig wird - mit ihren lachenden Menschen, ihrer Musik und geschäftlichen Treiben - wie ich es einmal erleben durfte.
In diesem Sinne widme ich mein Zeichen - und Malbuch oder Animationsmalbuch meinen lieben Freunden in „KIN la BELLE“.

Wort der Kritiker zu der Ausstellung in Mödling:

Peter Weihs malt und zeichnet Bilder, die von Phantasiewesen bevölkert sind. Ein Mosaik aus flächig zusammengesetzten Körpern, wobei die Figuren abwechselnd zu fliegen, zu tanzen oder gar zu schwimmen scheinen.    
(Erika Patka)

Der Maler, Zeichner und Keramiker Peter Weihs hat ein umfangreiches, dichtes Œuvre vorzuweisen, das durch seine Stringenz besticht. Peter Weihs fand schon früh seinen Stil,
den er konsequent ausbaute. Er blieb nicht bei einer fixen Formensprache, wohl aber zeigt sich in seinen Zeichnungen, seiner Malerei und Keramik die ausgeprägte Handschrift,
der unverwechselbare Duktus des Meisters.
... Seine Malerei bedingt das Zeichnen, beides ist ihm notwendig, um skulptural zu arbeiten. Die Deutung der einzelnen Arbeiten gewinnt deshalb durch die Kenntnis der verschiedenen Werke.
Peter Weihs' Bilder erzählen Geschichten. Figurenwelten erobern das Blatt, bevölkern die Welt, die das Blatt darstellt. Fast aus sich heraus, im selbst gewählten Rahmen, über sich hinausweisend, obwohl, natürlich, begrenzt, bieten sich die Zeichnungen an wie ein Tummelfeld von reduzierten
Fabelwesen, von geometrischen Figuren, von unmöglichen Verbindungen, deren Dichte man erst recht in der malerischen Übertragung und Weiterführung sieht und bestätigt findet. ...

(Haimo L. Handl)

Aus der enormen Bandbreite seiner gestalterischen Möglichkeiten schält sich bei Peter Weihs ein gemeinsamer Nenner. Eine ihm eigene Dynamik des Bildaufbaus paart sich mit aussageträchtiger Symbolsprache, deren Vokabular wir zu erlernen uns anschicken. Man tut gut daran, sich zu lockern und Ballast der Realwelt abzustreifen und das in uns verborgene Register für Poesie zu ziehen.
Da werden Früchte zu Fruchtbarkeit, Linien zu Bezügen, Farben zu Emotionsräumen: Metapher vitaler Erlebnisse. ...

(Oswald Stimm)

Herbert Lachmayer schreibt auch:
… So gesehen erzeugen seine Bilder und Plastiken eine
Spannung aus dem Gestus des Innehaltens heraus, wodurch es verständlich sein mag, daß Konstruktives und Organisches ästhetisch koexistieren können, ohne daß sich dies einem flauen Integrationskompromiß verdankt“.


Malbuch LIVRE A PEINDRE

Zeichen-und Malbuch lieben Freunden in "KIN la BELLE" gewidmet









































INDIGENA, 2001

Aus der  Ausstellung "Un Encuentro" in Mexico 2001.

Escultura en arcilla refrataria
Schamotteton Figur
67 x 30 x 25 cm

Aus der Ausstellung 2002

Aus der Ausstellung

"Zündstoff Papier & gebrannte Erde"
Zeichnungen und Skulpturen,

Wien, 2002

Ausstellung im Burgenland, 2002

"Skulptur, Relief, Zeichnung"
Ausstellung im Burgenland, 2002, mit Lili Schrammel und Eva Werdenich.

"Der Figur am nächsten kommt Peter Weihs. Aus Röhren, Platten, Kreisen, Vierecken und unregelmäßigen Formen entstehen Plastiken wie "Sitzend", Tier", "Tor" oder "Drei Wünsche". In seinem Werk spielt auch die Farbe die größte Rolle".

Bergsteiger und Schlitzauge, 2002

Porzellan (gegossen), weiß glasiert, Ausglasurfarbe

34 x 9 x 22 cm
35 x 7 x 21 cm

Aus dem Internationalen Festival der Postmodern Keramik 2002 in Varazdin

Donatio to THE KERAMEIKON'S COLLECTION OF CONTEMPORARY WORLD CERAMICS

OBJEKT, 2005

Ausgeformt, Schamotteton, 1300˚ C, glasiert
12 x 30 x 15 x 7-12 cm

Ehrenauszeichnung an dem II Internationalen Festival der Postmodernen Keramik - CERAMICA MULTIPLEX 2005 in Varazdin




HAARSPANGE, 2004

Vergrößerung einer Kleinigkeit,
Schamotteton weiß, 1200˚ C
72 x 34 x 24 cm

Aus der Ausstellung DAS BESTE AUS KROATIEN UND OSTERREICH
(Varazdin, 2007-Wiener Neustadt, 2009)

HAARSPANGE, 2004

Vergrößerung einer Kleinigkeit,
Schamotteton weiß, 1200˚ C
72 x 34 x 24 cm

Aus der Ausstellung DAS BESTE AUS KROATIEN UND OSTERREICH
(Varazdin, 2007-Wiener Neustadt, 2009)

Zebroid

Arsenalmasse
1200 ˚C
56 x 44 x 25 cm


 


NACKT-SCHNECKENFALLE

2004.
Arsenalmasse
1200 ˚C
56 x 44 x 25 cm



TON - LEITER

Plattentechnik
Schamotteton, weiß
1150 ˚C
42 x 24 x 10 cm
42 x 23 x 10 cm

 
26.06.2019 - 04:19